Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Anbieterin, Anschriften und Geltungsbereich
(1) Anbieterin und Vertragspartnerin ist Ilknur Özen, Einzelunternehmerin, handelnd unter »Galerie & Verlag Vollherzig«, Geschäftsanschrift: Menzelstraße 7, 55127 Mainz, Deutschland, E-Mail: amba@vollherzig.de, Telefon: 0177 2851804.
(2) Showroom- und Veranstaltungsanschrift: Am Rottland 6, 65385 Rüdesheim am Rhein, Deutschland. Die Showroom-Anschrift ist keine getrennte Vertragspartnerin oder verantwortliche Stelle.
(3) Diese AGB gelten für Kauf- und Werklieferungsverträge über Bücher, Kunstwerke, Kunstdrucke, Editionen und sonstige körperliche Waren, die über vollherzig.de, watchout.vollherzig.de, den Onlineshop, individuelle Fernkommunikation oder den Showroom geschlossen werden.
(4) Für eigenständige Beratungs-, Vermittlungs-, Kurations- oder Konzeptleistungen gelten das jeweilige individuelle Angebot und gegebenenfalls gesonderte Bedingungen. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang. Gegenüber Unternehmern gelten entgegenstehende Geschäftsbedingungen nur bei ausdrücklicher Zustimmung in Textform.
§ 2 Vertragsschluss im Onlineshop
(1) Die Darstellung von Waren im Onlineshop ist kein verbindliches Angebot. Der Kunde kann Waren unverbindlich in den Warenkorb legen und Eingaben vor Abgabe der Bestellung prüfen und berichtigen.
(2) Mit Betätigung der eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweisenden Bestellschaltfläche gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Eine automatische Eingangsbestätigung bestätigt nur den Eingang.
(3) Der Vertrag kommt zustande, wenn die Anbieterin die Bestellung ausdrücklich annimmt, eine Versandbestätigung sendet oder die Ware ausliefert, je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt. Hinweise zu einzelnen Zahlungsarten bleiben unberührt.
(4) Vertragssprache ist Deutsch. Die bei Vertragsschluss geltenden Vertragsbestimmungen einschließlich dieser AGB werden auf einem dauerhaften Datenträger bereitgestellt.
§ 3 Individuelle Kommunikation und Showroom
(1) Bei Verträgen per E-Mail, Telefon, Videokonferenz, WhatsApp Business oder vergleichbarer Kommunikation enthält das Angebot Leistung, Preis, Zahlungsbedingungen sowie gegebenenfalls Liefer- oder Herstellungszeit. Der Vertrag kommt durch Annahme innerhalb der genannten Frist zustande.
(2) Im Showroom kommt der Vertrag durch Einigung über Ware und Preis zustande. Die AGB werden vor Vertragsschluss zugänglich gemacht.
(3) Bei einem Vertrag, der ausschließlich im dauerhaft genutzten Showroom geschlossen wird, besteht grundsätzlich kein gesetzliches Widerrufsrecht. Zwingende gesetzliche Ausnahmen bleiben unberührt.
§ 4 Kundenkonto, Gastbestellung und Pflichtangaben
(1) Bestellungen sind als Gast oder mit freiwillig angelegtem Kundenkonto möglich. Ein Kundenkonto ist keine Voraussetzung für eine Gastbestellung.
(2) Die im Checkout gekennzeichneten Pflichtangaben sind für die Bearbeitung der Bestellung erforderlich. Die Telefonnummer ist derzeit aufgrund der technischen Checkout-Konfiguration ein Pflichtfeld. Sie wird für erforderliche Rückfragen zu Bestellung, Zahlung, Abholung oder Lieferung verwendet. Die Anbieterin überprüft regelmäßig, ob die verpflichtende Angabe weiterhin erforderlich ist. Ohne Angabe kann der aktuell konfigurierte Checkout nicht abgeschlossen werden.
§ 5 Preise, Versandkosten und Wertangaben
(1) Es gelten die im Angebot genannten Endpreise einschließlich der ausgewiesenen gesetzlichen Umsatzsteuer. Versandkosten werden vor Abgabe der Bestellung oder im individuellen Angebot ausgewiesen.
(2) Bei Lieferungen außerhalb der Europäischen Union können Zölle, Einfuhrsteuern oder sonstige Abgaben entstehen, die der Empfänger trägt.
(3) Kunsthistorische, kulturelle oder wirtschaftliche Einordnungen sind keine Garantie für zukünftige Wertentwicklung, Verkäuflichkeit oder Wiederverkaufsmöglichkeit.
§ 6 Zahlungsbedingungen
(1) Im Onlineshop werden derzeit Stripe und PayPal Standard angeboten, soweit die jeweilige Zahlungsart im Checkout angezeigt wird. Ergänzend gelten die vor Abgabe der Bestellung angezeigten Bedingungen des ausgewählten Zahlungsdienstes.
(2) Soweit nichts anderes vereinbart ist, ist der Kaufpreis mit Vertragsschluss fällig. Bei Vorkasse beginnt die Liefer- oder Herstellungsfrist am ersten Werktag nach vollständigem Zahlungseingang; bei anderen Zahlungsarten am ersten Werktag nach Vertragsschluss, sofern nichts anderes angegeben ist.
(3) Für individuell angefertigte Werke können Anzahlung, Schlusszahlung, Freigabeschritte und Folgen kundenseitiger Verzögerungen im individuellen Angebot geregelt werden.
§ 7 Lieferung, Verfügbarkeit, höhere Gewalt und Fixtermine
(1) Liefergebiet, Lieferzeit und Versandkosten ergeben sich aus dem Angebot. Teillieferungen erfolgen nur, wenn sie zumutbar sind und keine zusätzlichen Kosten entstehen, sofern nichts anderes vereinbart ist.
(2) Ist ein Einzelstück entgegen der Bestandsanzeige nicht verfügbar, informiert die Anbieterin unverzüglich und erstattet erhaltene Zahlungen. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
(3) Bei unvorhersehbaren, außerhalb des Einflussbereichs liegenden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht abwendbaren Ereignissen verlängert sich die Leistungsfrist um die Dauer der Behinderung. Die Anbieterin informiert unverzüglich. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
(4) Bei verbindlich vereinbarten Fixterminen gelten die gesetzlichen Vorschriften über Fixgeschäfte.
§ 8 Gefahrübergang
(1) Gegenüber Verbrauchern geht die Gefahr grundsätzlich erst mit Übergabe an den Verbraucher oder eine empfangsberechtigte Person über. Gesetzliche Sonderregeln bei einem vom Verbraucher selbst beauftragten, nicht von der Anbieterin benannten Beförderer bleiben unberührt.
(2) Gegenüber Unternehmern geht die Gefahr beim Versendungskauf mit Übergabe an die zur Ausführung der Versendung bestimmte Person über.
§ 9 Eigentumsvorbehalt
Die Ware bleibt bis zur vollständigen Zahlung des Kaufpreises Eigentum der Anbieterin.
§ 10 Mängelrechte, B2B-Verjährung und Pflegehinweise
(1) Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte.
(2) Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche bei neu hergestellten beweglichen Waren ein Jahr ab Ablieferung, soweit gesetzlich zulässig. Unberührt bleiben insbesondere Rückgriffsansprüche sowie Ansprüche wegen Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Arglist, Garantie, Produkthaftung und sonstiger zwingender Haftung.
(3) Ist der Kauf für beide Vertragsparteien ein Handelsgeschäft, gelten die Untersuchungs- und Rügeobliegenheiten des § 377 HGB.
(4) Geringfügige material- oder herstellungsbedingte Abweichungen sind unschädlich, soweit vereinbarte Beschaffenheit und gewöhnliche Verwendbarkeit nicht beeinträchtigt werden. Bekannte Besonderheiten, Gebrauchsspuren und Alterungsmerkmale werden im Angebot beschrieben.
(5) Nach Gefahrübergang nachweislich durch eine den übergebenen Pflege-, Hänge- oder Aufbewahrungshinweisen widersprechende Behandlung entstandene Schäden begründen keinen Sachmangel, soweit die Ware bei Gefahrübergang mangelfrei war. Gesetzliche Beweislastregeln bleiben unberührt.
§ 11 Haftung
(1) Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Schäden aus Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, bei Arglist, aufgrund einer Garantie und nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
§ 12 Originale, Unikate, Editionen und Standarddrucke
(1) Ein Unikat ist ein Werk, das nach der Werkbeschreibung nur in einem körperlichen Exemplar hergestellt wurde.
(2) Ein Original ist ein vom Künstler selbst geschaffenes oder autorisiertes Werkexemplar und kann abhängig von Technik und Werkbeschreibung Teil einer nummerierten oder anderweitig gekennzeichneten Edition sein.
(3) Eine limitierte Edition besteht aus der im Angebot angegebenen Zahl gekennzeichneter Exemplare. Ein standardisierter Kunstdruck bleibt Teil einer Edition oder Serie, auch wenn das konkrete Exemplar erst nach Bestelleingang produziert wird.
(4) Die Herstellung eines standardisierten, ohne individuelle Kundenvorgaben anderweitig verkäuflichen Werks nach Bestelleingang schließt das Widerrufsrecht nicht allein deshalb aus.
(5) Maßgeblich sind Werkbeschreibung und Echtheitszertifikat.
§ 13 Individuell angefertigte Kunstwerke und Kundenmaterial
(1) Individuell angefertigte Werke werden maßgeblich durch persönliche Vorgaben, Bildnisse, Texte, Maße, Farben oder andere Kundenmerkmale bestimmt. Leistungsumfang, Herstellungszeit, Preis, Zahlungsplan, Korrekturen und Lieferung ergeben sich aus dem Angebot.
(2) Der Kunde übermittelt nur Vorlagen, für deren vereinbarte Bearbeitung die erforderlichen Rechte, Lizenzen und Einwilligungen bestehen. Der Kunde räumt nur die zur Herstellung erforderlichen, auf den Vertragszweck beschränkten Nutzungsrechte ein.
(3) Verletzt der Kunde diese Pflichten schuldhaft, ersetzt er erforderliche und angemessene Kosten aus objektiv begründeten Ansprüchen Dritter. Die Anbieterin informiert den Kunden und stimmt wesentliche Verteidigungsmaßnahmen mit ihm ab. Dies gilt nicht, soweit die Anbieterin die Rechtsverletzung selbst zu vertreten hat.
(4) Bei Waren nach § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB besteht kein Widerrufsrecht. Maßgeblich ist die konkrete Individualisierung. Über Ausschluss und kundenspezifische Merkmale wird vor Abgabe der Vertragserklärung informiert.
§ 14 Künstlerische Gestaltung und Korrekturen
(1) Bei individuell angefertigten Werken ist die künstlerische Gestaltung Teil der Leistung. Subjektives Nichtgefallen allein ist kein Mangel, wenn das Werk den ausdrücklich vereinbarten Vorgaben entspricht und keine objektive Vertragswidrigkeit vorliegt.
(2) Anzahl und Umfang von Korrekturrunden ergeben sich aus dem Angebot. Zusatzwünsche können nach vorheriger Information und Zustimmung gesondert vergütet werden.
§ 15 Einsatz von Design- und KI-Werkzeugen
(1) Die Anbieterin kann zur Ideenentwicklung, Gestaltung, Bild- und Textbearbeitung, Präsentation und Medienproduktion Software und KI-gestützte Werkzeuge, insbesondere Microsoft Copilot und Canva AI, einsetzen. Die Anbieterin bleibt für Auswahl, Prüfung, Bearbeitung und geschäftliche Verwendung verantwortlich.
(2) KI-Ergebnisse können technisch bedingt nicht einzigartig sein. Exklusivität, urheberrechtliche Schutzfähigkeit oder Freiheit von Rechten Dritter wird nur geschuldet, wenn dies ausdrücklich individuell vereinbart und bestätigt wurde.
(3) Ergebnisse werden im Rahmen der geschuldeten Leistung auf sachliche Plausibilität, vereinbarte Anforderungen und erkennbare Rechte Dritter geprüft. Zwingende Gewährleistungs- und Haftungsrechte bleiben unberührt.
(4) Kundenmaterial wird nur im für den Vertragszweck erforderlichen Umfang eingegeben. Der Kunde stellt die erforderlichen Rechte und Einwilligungen sicher. Besonders schutzbedürftige personenbezogene Daten werden nur bei dokumentierter Erforderlichkeit und Rechtsgrundlage verarbeitet.
(5) Gesetzlich erforderliche Kennzeichnungen für KI-erzeugte oder wesentlich KI-veränderte Inhalte werden vorgenommen. Herkunfts- und Metadatenkennzeichnungen werden nicht unzulässig entfernt. KI-Systeme treffen keine ausschließlich automatisierten Entscheidungen über Vertragsschluss, Preise, Zugang zu Leistungen oder Kundenrechte.
§ 16 Urheberrecht und Veröffentlichungen
(1) Der Erwerb eines körperlichen Werkexemplars überträgt keine urheberrechtlichen Nutzungs-, Bearbeitungs-, Vervielfältigungs-, Verbreitungs- oder Veröffentlichungsrechte, sofern nichts anderes vereinbart ist. Gesetzlich erlaubte Nutzungen bleiben unberührt.
(2) Das gesetzliche Ausstellungsrecht des Eigentümers nach § 44 Abs. 2 UrhG bleibt bestehen, sofern es beim Verkauf des konkreten Originals nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde.
(3) Der Verkauf eines Kundenauftrags überträgt der Anbieterin nicht automatisch Rechte zur Nutzung des individuellen Werks oder Bildnisses für Werbung, Social Media, Bücher, Kataloge, Postkarten oder Editionen. Dafür ist eine gesonderte Vereinbarung oder Einwilligung erforderlich.
§ 17 Echtheitszertifikate, Limitierung und Exklusivität
(1) Soweit im Angebot vorgesehen, enthält das Echtheitszertifikat insbesondere Angaben zu Künstler, Werk, Technik, Format, Entstehungsjahr, Signatur und gegebenenfalls Editionsnummer.
(2) Maßgeblich für Umfang und Grenzen einer Limitierung oder Exklusivität sind Werkbeschreibung, Echtheitszertifikat und eine gegebenenfalls gesonderte Exklusivitätsvereinbarung.
§ 18 Widerrufsrecht
(1) Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen grundsätzlich das gesetzliche Widerrufsrecht gemäß gesonderter Widerrufsbelehrung zu. Bei über eine Online-Benutzeroberfläche geschlossenen Fernabsatzverträgen kann der Widerruf außerdem über die dort bereitgestellte elektronische Widerrufsfunktion erklärt werden.
(2) Ausschlüsse, insbesondere bei eindeutig personalisierten Waren, gelten nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen. Über den Ausschluss wird vor Abgabe der Vertragserklärung informiert.
§ 19 Geldwäscheprävention und Datenschutz
(1) Soweit gesetzliche Sorgfaltspflichten nach dem Geldwäschegesetz bestehen, erhebt und prüft die Anbieterin die erforderlichen Identitäts-, Vertretungs-, wirtschaftlich-berechtigten-, Transaktions- und Risikodaten. Kann eine vorgeschriebene Prüfung nicht abgeschlossen werden, wird das Geschäft nicht durchgeführt oder beendet.
(2) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die veröffentlichte Datenschutzerklärung.
§ 20 Verbraucherstreitbeilegung
Galerie & Verlag Vollherzig ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Gesetzliche Informationspflichten nach Entstehen einer konkreten Verbraucherstreitigkeit bleiben unberührt.
§ 21 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch zwingende Schutzvorschriften des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen werden.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Mainz ausschließlicher Gerichtsstand, soweit gesetzlich zulässig.