Usinger Anzeiger, 11.11.2017, von Michelè Götz
Rebellion als Kunst. Street-Art Künstler Alexander hat sein Werk »DENKSTAHL« herausgebracht

Eine von Kugeln zersiebte Friedenstaube, drei Soldaten, aus deren Gewehrläufen Sonnenblumen ragen – der Verdacht liegt nahe, Autor AL hätte im Krieg Schreckliches erlebt. Bewegende Bilder, die er in sein über 200 Seiten starkes Werk »DENKSTAHL« packte. Der im Hochtaunus lebende Künstler kämpfte auf seine Art sein ganzes Leben lang. Im Sumpf der Drogen, im Frankfurter Rotlichtmilieu. Die Zukunft des »Frankfurter Bubs« ließ mit dem Abgangszeugnis der achten Klasse nichts Gutes erahnen. Anstatt Noten Striche aufgrund zahlloser Fehlzeiten. Seine Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur schloss er nie ab, finanzierte sich durch Drogen, die er auch konsumierte. Da war er 15 Jahre alt. Sein Weg endete in der Kriminalität. Noch während seiner Schulzeit war er Mitglied einer Jugendgang, die sich vor allem in dem damals berüchtigten Roten Club Sachsenhausen traf, wo die Hooligans der Frankfurter Eintracht verkehrten. Hier war Gewalt alltäglich. Viele seiner Weggefährten von damals sind untergegangen, »nur ganz wenige haben es geschafft, doch die meisten sind so geworden, wie sie nie sein wollten«, sagte AL, der mit bürgerlichem Namen Alexander heißt.

Umdenken nach Absturz

Mit 20 Jahren gelang ihm zunächst die Kehrtwende. Mit dem Tod seines besten Freundes schrieb er sein erstes Gedicht, aus dem später ein Songtext entstand. Doch es folgte der Rückschlag, der ihn fast das Leben kostete. Der Wendepunkt schließlich ergab sich beim Betrachten einer Landkarte, welche die fast gänzliche Ausrottung der Büffelherden in Nordamerika abbildete. In dem Moment erkannte er, dass seine bisherige Lebensart, die des »weißen Mannes«, nicht seine sein kann. Seitdem fühlt er eine tiefe Verbundenheit zu den nordamerikanischen Natives. Er nutzte seit dem seinen rebellischen Geist nicht zur Selbstzerstörung, sondern transformierte ihn in seine Kunst. 2013 lernte AL den traditionellen Schnitzer Jadeon des Cree-Clans von der Nordwestküste Kanadas kennen und gründete mit ihm die Initiative »Peacefulwarriorsunite«. Heute lebt AL abseits der Stadt, findet dort Frieden und Harmonie.

Sechs Jahre benötigte es, bis sein erstes Buch »Vollmond« fertig war. Sein neues Buch »DENKSTAHL« enthält neben seinen Kunstwerken in Digit-AL Streetart, Gedichte und tiefsinnige Sinnsprüche. Seine Bilder bewegen, machen traurig, spenden Hoffnung und laden dazu ein, Dingen tiefer auf den Grund zu gehen. Es ist ein mutiges Werk, welches von der Gier, von Hass, über Ausbeutung, von Freundschaft und Frieden, Politik und Natur erzählt.

Wer einen Blick auf die Kunstdrucke werfen möchte, hat im Februar 2018 im Restaurant Oosten Realwirtschaft, Mayfarthstraße 4, in Frankfurt am Main, Gelegenheit oder kann die Bilder, Buch, Notizbücher und Postkarten bei Verlag & Galerie Vollherzig, Telefon 06131/6331277, bestellen. Die limitierte Ausgabe des Kunstbuches »DENKSTAHL« trägt die ISBN 978-3-941151-19-2. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.denkstahl.com.

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