Don’t worry, be happy!

»Blake hat das wahre Gesicht der Gesellschaft erkannt und beschlossen, ihre Parodie zu werden, ein Witz.« Mit diesen Worten wird der Antiheld Edward Blake in der fiktiven, gesellschaftskritischen Comic-Verfilmung »Watchmen« beschrieben. Er trägt den Superheldennamen »Der Commedian«. Dieser ist jedoch keinesfalls für Unterhaltung, Leichtigkeit und Freude zuständig, eher bewirkt er auf harte Weise das genaue Gegenteil. Sein Symbol ist der Smiley, der als Button an seiner Jacke prangt und dessen immerfröhliches Gesicht bei keiner einzigen seiner brutalen Aktionen die Miene verzieht.

Hinten anstellen by DENKSTAHL

 

So könnte der beinahe anmaßend grinsende Smiley das letzte sein, was du siehst, wenn wir in einer Welt mit Edward Blake leben würden. Aber vielleicht tun wir das ja und wissen es nur einfach nicht, weil wir nicht hinter die metaphorische Bedeutung des Ganzen steigen.

Der Smiley wurde 1963 als Auftragsarbeit für eine Versicherungsgesellschaft von dem Werbegrafiker Harvey Ball entworfen. Die Auftraggeber wollten damit die Laune der Angestellten und das Betriebsklima verbessern. Die Tragik der Sache ist, dass es funktioniert hat – das Besorgen eines Pseudo-Lächlers als einzige Sanktion gegen das Leid der Arbeiter. Der Auftrag des gelben Grinsegesichtes mit dem aufgemalten Lächeln lautet: »Verdränge alles, lächle so scheinheilig, wie es dein kleiner gelber Freund macht. Dann wird bestimmt alles gut.«

Smiling Not Allowed by DENKSTAHL

Schau-Fensterpuppen

Schaufensterpuppen – moderne Götterstatuen, die uns eisern und beharrlich aufzeigen, was es heißt, zu schweigen Zeus, Adonis, Alexander der Große, Aphrodite, Nike. Marmorskulpturen von Göttern und großen Menschen hatten ihren Platz auf dieser Welt lange bevor es...

Der Künstler und Autor AL, DENKSTAHL – im Interview mit Sequana Birkel

Der DENKSTAHL Künstler AL fordert jeden einzelnen Menschen auf, die eigenen Werte und Motive zu hinterfragen, während er mit einer unerschütterlichen Vehemenz die Ausmaße und Folgen einer egoistischen und konsumorientierten Seinsweise thematisiert. Der Name DENKSTAHL...

Von der Kunst, den Schatten zu lieben

Die Welt ist im Wandel: Wir sind aufgefordert, uns zu positionieren, uns mit unserer Welt auseinanderzusetzen. Und ethische Entscheidungen zu treffen; die Verantwortung für das Leben und den Planeten, für unser Handeln und Nicht-Handeln zu übernehmen und den Wandel...

Digit-AL Streetart by Denkstahl – Street Art meets Digital Art

Der Künstler AL, DENKSTAHL ist Autodidakt und seit über 25 Jahren künstlerisch tätig. Aufgewachsen im Frankfurter Milieu prägten Rebellion gegen das bestehende Gesellschaftssystem und gegen Ungerechtigkeit schon früh sein Leben, später auch seine Kunst. Das...

Zum Thema und zur Ausstellung »Der zufriedene Sklave«

Anlässlich der von dem Künstler und Kurator Erik Anders initiierten Gruppenausstellung »Der zufriedene Sklave« im Lichtraum eins in Wien vom 12. Oktober bis 11. November 2018. Ausgestellt wurden gesellschafts- und zeitkritische Werke von Künstlern aus 16 Ländern. Für...

Statement zur Corona-Krise von Denkstahl: LIEBE HEILT!

Willkommen in der Zeitenwende! Corona verändert die Welt, stürzt sie in eine tiefe Krise, sorgt für Unruhe und Chaos genauso wie für Stille und Besinnung. Bei all den Ängsten und der Panik, die sich zur Zeit durch die Verbreitung des Virus’ auf unserem Planeten...

Die Popularität des schillernden Zerfalls

Ich schaue an mir herunter. Die Hose hat zwar keine Löcher, doch ihre Farbe war schon immer ein Schwarz, das verbraucht wirkt, so als ob man sie zu oft gewaschen hätte; auf der Farbpalette irgendeine Mischung aus Altöl und angelaufenem Silber. Viel erwähnenswerter im...

REBELLIOUS ART

URBAN ART

TRIBUTE TO

HEADS – WARPAINTING

HEADS – STARS

Mr Plastic Funtastic by DENKSTAHL

Schließlich ging der Smiley viral und wurde zur Modeikone, zum Superstar einer Musikrichtung. Er wurde zum Symbol eines neuen Happy-Machers, einer neuen Droge. Ironischerweise macht bis heute dieser spezifische Grinsekopf viele Leute reich. Sein »Vater«, Harvey Ball muss sich allerdings immer wieder mit Urheberrechtsstreitereien und Konkurrenzkämpfen herumschlagen. Er verpasste die Gelegenheit, sich das Gesicht patentieren zu lassen und verdient somit mit seiner Schöpfung kein Geld. Trauriger Fakt trotz all der Lächler-Symbolik?

Wieder aufgegriffen wurde die Smiley-Symbolik 1971 von einem französischen Zeitungsbesitzer, der seiner Leserschaft zeigen wollte, dass es trotz der verheerenden internationalen Lage auch gute Nachrichten gab. Also brachte er die Idee ein, ein Smiley-Gesicht neben die „schönen“ Geschichten zu drucken.

Diese Idee ist ähnlich gut wie die aus dem Versicherungsbetrieb. Die Maßnahme ist, sich in harten Zeiten eine Pille mit einem Grinsegesicht einzuwerfen: lösungsorientiert, nachhaltig, absolut ehrlich, und alle profitieren. Am Ende des Tages können alle Beteiligten und Unbeteiligten eine Runde smilen.

Don't Worry Be Happy by DENKSTAHL

»Don’t worry, be happy!« – Das ist kein schlechter Ansatz, allerdings ein übler, wenn das Happy-Peppy einfach nur aufgesetzt ist. Es geht um den Betrug und um das vorgegaukelte Glück. Schaut man nämlich genauer hin, zeigen sich interessanterweise viele Situationen um den Smiley, die weder lustig noch freudig sind; sie sind einfach nicht zum Lachen, bestenfalls jedoch ironisch.

Fighting For A Smile by DENKSTAHL

Die Welt des Smileys, fernab von aller Betrügerei – wie sähe sie möglicherweise aus? Ist solch eine Welt denkbar? In diesem ironischen Kontext steht der Smiley bei dem Künstler AL. Sehr oft hat das gelb-schwarze Grinsegesicht in seinen Bildern nicht mal mehr einen lachenden Mund, sondern gefährlich weit nach unten gezogene Mundwinkel. Wenn die Smileys lachen, dann stehen sie entweder im Kontrast zu etwas sehr Brutalem oder Bösem. Sie machen diese Werke auf keinen Fall freundlicher, beinahe machen sie alles nur noch schlimmer. Nur selten fungiert der Smiley in ALs Bildern als das, wofür er eigentlich geschaffen wurde: als Aufmunterung, als etwas, was die Stimmung heiter macht.

Die in unserem Kunstblog vorgestellten Bilder sind als DENKSTAHL UNIKATE erhältlich, sofern noch vorhanden.

Der Unikatdruck ist ein Einzelstück; ein Hochglanzdruck mit pigmentierter Tinte auf hochwertigem Fotopapier, kaschiert hinter Acrylglas und verstärkt durch eine Rückwand aus Aluminium. Jedes Unikat wird mit einem Künstler-Stempel versehen. Zu dem Kunstwerk erhältst Du ein vom Künstler signiertes Echtheitszertifikat und das Dir gewidmete biografische Kunstbuch DENKSTAHL. art of a rebellious mind.

Kontaktiere uns wegen eines Unikates telefonisch +49 1772851804 oder über unsere Kontaktseite.

Ist das Zebra ein schwarzes Tier mit weißen Streifen oder ein weißes Tier mit schwarzen Streifen?

Das Fehlen jeglichen Lichts, den Zustand absoluter Lichtlosigkeit nennen wir Dunkelheit, beziehungsweise ist es in unserem Verständnis die Farbe Schwarz. Diese kann bedrohlich und einschüchternd wirken, da sie etwas Unvorhersehbares hat, keine Orientierung bietet....

Wortmord

Wenn wir einem Menschen all seine angeblichen Besitztümer nehmen, wenn wir ihn sozusagen nackt dastehen lassen – wenn er in seiner Nacktheit dasteht neben all den anderen Nackten, was ist dann das Letzte, das diesem Menschen geblieben ist, das er zu geben hat? Am Ende...

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Die Urban Art Szene ist in den letzten Jahren drastisch gewachsen und hat mittlerweile eine eigene Strömung der Kunst gebildet. Urban Art ist eine interessante Mischung aus urbanem Lebensstil und Street Art. Im Vergleich zu Street Art findet Urban Art nicht...

Von der Kunst, kein Künstler zu sein

Mein primäres Interesse an Kunst liegt nicht im Bereich des Handwerks, der Technik oder dem Versuch »schöne, dem Betrachter wohlwollende Ergebnisse« abzuliefern. Vor allem Letzteres gibt es zu tausenden und abertausenden Ausführungen. Ich nenne diese Art von Kunst...

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