Don’t worry, be happy!

»Blake hat das wahre Gesicht der Gesellschaft erkannt und beschlossen, ihre Parodie zu werden, ein Witz.« Mit diesen Worten wird der Antiheld Edward Blake in der fiktiven, gesellschaftskritischen Comic-Verfilmung »Watchmen« beschrieben. Er trägt den Superheldennamen »Der Commedian«. Dieser ist jedoch keinesfalls für Unterhaltung, Leichtigkeit und Freude zuständig, eher bewirkt er auf harte Weise das genaue Gegenteil. Sein Symbol ist der Smiley, der als Button an seiner Jacke prangt und dessen immerfröhliches Gesicht bei keiner einzigen seiner brutalen Aktionen die Miene verzieht.

Hinten anstellen by DENKSTAHL

 

So könnte der beinahe anmaßend grinsende Smiley das letzte sein, was du siehst, wenn wir in einer Welt mit Edward Blake leben würden. Aber vielleicht tun wir das ja und wissen es nur einfach nicht, weil wir nicht hinter die metaphorische Bedeutung des Ganzen steigen.

Der Smiley wurde 1963 als Auftragsarbeit für eine Versicherungsgesellschaft von dem Werbegrafiker Harvey Ball entworfen. Die Auftraggeber wollten damit die Laune der Angestellten und das Betriebsklima verbessern. Die Tragik der Sache ist, dass es funktioniert hat – das Besorgen eines Pseudo-Lächlers als einzige Sanktion gegen das Leid der Arbeiter. Der Auftrag des gelben Grinsegesichtes mit dem aufgemalten Lächeln lautet: »Verdränge alles, lächle so scheinheilig, wie es dein kleiner gelber Freund macht. Dann wird bestimmt alles gut.«

Smiling Not Allowed by DENKSTAHL

Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag – Na und!?

Das Bild Na und von DENKSTAHL vereint auf eine zynische Art und Weise Komik, Rebellion und Tragik. Es hat etwas von einer Tragikkomödie; ähnlich wie das Leben.   »Egal«, »na und«, »ist nicht wichtig« – auf diese Art und Weise hat wohl schon so manche Streiterei...

Update zur Corona-Krise: Liebe heilt!

Da scheinbar eine große Verunsicherung beim Großteil der Menschen herrscht, habe ich mich dazu entschieden, einen weiteren Denkanstoß zum Umgang mit der Corona-Krise zu geben. Wir ernten, was wir gesät haben Wenn wir alle, damit meine ich einen Großteil der...

Die Gunst der Kunst – kein Bild allein kann all das sagen, was zu sagen wäre

Die Gunst der Kunst, die ich lebe in jedem Atemzug,das, was ich gebe, ist nie genugund kann’s auch gar nicht sein,denn jedes Werk, das ich kreiere, bleibt doch stets zu klein.Kein Bild allein kann all das sagen, was zu sagen wäre,all die Schwere, die Not, das Leid der...

Give War A Kick

Kriege sind so alt wie die Menschheitsgeschichte. Von einstmals Pfeil und Bogen über Schwarzpulver und Gewehren hin zu Atombomben und Drohnen – mit großer und stetiger Begeisterung widmen wir uns der Frage, wie wir uns effizienter und ausgefeilter töten können. Brutal...

Die Popularität des schillernden Zerfalls

Ich schaue an mir herunter. Die Hose hat zwar keine Löcher, doch ihre Farbe war schon immer ein Schwarz, das verbraucht wirkt, so als ob man sie zu oft gewaschen hätte; auf der Farbpalette irgendeine Mischung aus Altöl und angelaufenem Silber. Viel erwähnenswerter im...

Statement zur Corona-Krise von Denkstahl: LIEBE HEILT!

Willkommen in der Zeitenwende! Corona verändert die Welt, stürzt sie in eine tiefe Krise, sorgt für Unruhe und Chaos genauso wie für Stille und Besinnung. Bei all den Ängsten und der Panik, die sich zur Zeit durch die Verbreitung des Virus’ auf unserem Planeten...

Schau-Fensterpuppen

Schaufensterpuppen – moderne Götterstatuen, die uns eisern und beharrlich aufzeigen, was es heißt, zu schweigen Zeus, Adonis, Alexander der Große, Aphrodite, Nike. Marmorskulpturen von Göttern und großen Menschen hatten ihren Platz auf dieser Welt lange bevor es...

Denkstahl – Ein Künstler zwischen klassischer Kunstgeschichte und Rebellion

AL alias DENKSTAHL ist ein autodidaktischer Künstler. Während seine Arbeiten vor ca. drei Jahrzehnten noch stark von der abstrakten Malerei, insbesondere dem Action Painting, geprägt waren, ist es heute hauptsächlich Digitale Kunst / Digital Art, mit der er sich...

Wortmord

Wenn wir einem Menschen all seine angeblichen Besitztümer nehmen, wenn wir ihn sozusagen nackt dastehen lassen – wenn er in seiner Nacktheit dasteht neben all den anderen Nackten, was ist dann das Letzte, das diesem Menschen geblieben ist, das er zu geben hat? Am Ende...

REBELLIOUS ART

URBAN ART

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HEADS – WARPAINTING

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Mr Plastic Funtastic by DENKSTAHL

Schließlich ging der Smiley viral und wurde zur Modeikone, zum Superstar einer Musikrichtung. Er wurde zum Symbol eines neuen Happy-Machers, einer neuen Droge. Ironischerweise macht bis heute dieser spezifische Grinsekopf viele Leute reich. Sein »Vater«, Harvey Ball muss sich allerdings immer wieder mit Urheberrechtsstreitereien und Konkurrenzkämpfen herumschlagen. Er verpasste die Gelegenheit, sich das Gesicht patentieren zu lassen und verdient somit mit seiner Schöpfung kein Geld. Trauriger Fakt trotz all der Lächler-Symbolik?

Wieder aufgegriffen wurde die Smiley-Symbolik 1971 von einem französischen Zeitungsbesitzer, der seiner Leserschaft zeigen wollte, dass es trotz der verheerenden internationalen Lage auch gute Nachrichten gab. Also brachte er die Idee ein, ein Smiley-Gesicht neben die „schönen“ Geschichten zu drucken.

Diese Idee ist ähnlich gut wie die aus dem Versicherungsbetrieb. Die Maßnahme ist, sich in harten Zeiten eine Pille mit einem Grinsegesicht einzuwerfen: lösungsorientiert, nachhaltig, absolut ehrlich, und alle profitieren. Am Ende des Tages können alle Beteiligten und Unbeteiligten eine Runde smilen.

Don't Worry Be Happy by DENKSTAHL

»Don’t worry, be happy!«  Das ist kein schlechter Ansatz, allerdings ein übler, wenn das Happy-Peppy einfach nur aufgesetzt ist. Es geht um den Betrug und um das vorgegaukelte Glück. Schaut man nämlich genauer hin, zeigen sich interessanterweise viele Situationen um den Smiley, die weder lustig noch freudig sind; sie sind einfach nicht zum Lachen, bestenfalls jedoch ironisch.

Fighting For A Smile by DENKSTAHL

Die Welt des Smileys, fernab von aller Betrügerei wie sähe sie möglicherweise aus? Ist solch eine Welt denkbar? In diesem ironischen Kontext steht der Smiley bei dem Künstler AL. Sehr oft hat das gelb-schwarze Grinsegesicht in seinen Bildern nicht mal mehr einen lachenden Mund, sondern gefährlich weit nach unten gezogene Mundwinkel. Wenn die Smileys lachen, dann stehen sie entweder im Kontrast zu etwas sehr Brutalem oder Bösem. Sie machen diese Werke auf keinen Fall freundlicher, beinahe machen sie alles nur noch schlimmer. Nur selten fungiert der Smiley in ALs Bildern als das, wofür er eigentlich geschaffen wurde: als Aufmunterung, als etwas, was die Stimmung heiter macht.

Die in unserem Kunstblog vorgestellten Bilder sind als DENKSTAHL UNIKATE erhältlich, sofern noch vorhanden.

Der Unikatdruck ist ein Einzelstück; ein Hochglanzdruck mit pigmentierter Tinte auf hochwertigem Fotopapier, kaschiert hinter Acrylglas und verstärkt durch eine Rückwand aus Aluminium. Jedes Unikat wird mit einem Künstler-Stempel versehen. Zu dem Kunstwerk erhältst Du ein vom Künstler signiertes Echtheitszertifikat und das Dir gewidmete biografische Kunstbuch DENKSTAHL. art of a rebellious mind.

Kontaktiere uns wegen eines Unikates telefonisch +49 1772851804 oder über unsere Kontaktseite.

Was für kein Leben

Leben ist das Gegenteil von Tod; obwohl das Leben ein ständiges unaufhörliches Sterben beinhaltet, so ist es doch eine Qualität, ein Lebensgefühl. Dieses Lebensgefühl ist in unserem Wesen tief verankert. Wir streben danach, uns lebendig zu fühlen, ein gutes und...

Denkstahl’s Tribute To Banksy

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Planet der Affen oder einfach nur Kunst?

Hast Du Dich auch schonmal gefragt, wo wir Menschen herkommen und wo unsere Reise hingeht? Die christliche Religion sagt, dass ich aus der übrig gebliebenen Rippe von Adam abstamme. Ist es so? Die Wissenschaft hingegen behauptet, dass wir vom Affen abstammen. Stammt...

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